Mensch und Hund spazieren entspannt mit Schleppleine ĂŒber Wiese.
HĂ€ufige Fehler,  Training & Erziehung

đŸŸ Gassi gehen? So machst du fast alles falsch!

Viele Hundehalter machen beim Gassi gehen unbewusst Fehler: zu wenig Abwechslung, zu viel Kontrolle oder fehlende Ruhe. SpaziergĂ€nge sind mehr als „Pipi-Runden“ – sie fördern Bindung, Vertrauen und mentale Auslastung. Mit ein paar einfachen Änderungen wird jeder Spaziergang zum echten Erlebnis fĂŒr dich und deinen Hund.


💬 Denkst du, Gassi gehen ist einfach?

Leine an, raus, eine Runde ums Viertel – fertig. Klingt simpel, oder? Doch viele Hundehalter machen beim tĂ€glichen Spaziergang Dinge falsch, die langfristig Stress, MissverstĂ€ndnisse oder sogar Verhaltensprobleme fördern.

Was du aus diesem Artikel lernst:

  • Welche Fehler beim Gassi gehen fast jeder macht
  • Wie du SpaziergĂ€nge spannender und entspannter gestaltest
  • Warum Gassi-Zeit Beziehungs-Zeit ist

🧠 Warum Gassi gehen mehr ist als Bewegung

FĂŒr deinen Hund ist jeder Spaziergang ein Abenteuer – voller GerĂŒche, Reize und Kommunikationsmomente.
Doch: Wenn du stÀndig ziehst, hetzt oder telefonierst, verpasst du, was Gassi gehen wirklich bedeutet: Verbindung, Auslastung und Entspannung.

💡 Laut VDH (Verband fĂŒr das Deutsche Hundewesen) ist regelmĂ€ĂŸiges, stressfreies Gassi gehen eine der wichtigsten Grundlagen fĂŒr mentale Gesundheit und Bindung.


🐕 Anna & Balu – das hektische Gassi

Anna Bergmann wollte mit ihrem Golden Retriever Balu „schnell eine Runde drehen“.

„Ich war oft gestresst – wollte, dass er zĂŒgig lĂ€uft und nicht stĂ€ndig schnĂŒffelt. Doch irgendwann fing er an zu ziehen und zu bellen.“

Die Lösung: Anna Ă€nderte ihr Tempo, ließ Balu schnuppern und baute kleine Pausen ein. Heute lĂ€uft er entspannt – und sie genießt die SpaziergĂ€nge endlich selbst.


⚠ Die 7 hĂ€ufigsten Fehler beim Gassi gehen

1. Zu wenig Zeit

FĂŒnf-Minuten-GĂ€nge reichen nicht. Hunde brauchen Zeit zum Erkunden, SchnĂŒffeln und Abschalten.
👉 Tipp: Plane lieber drei kĂŒrzere, bewusste SpaziergĂ€nge als eine hektische Runde.

2. Kein Freiraum

Immer an kurzer Leine? Dein Hund kann so weder Körpersprache zeigen noch entspannen.
👉 Lösung: In sicheren Bereichen Schleppleine oder Freilauf nutzen.

3. StÀndiges Ziehen an der Leine

Wenn du die Leine stĂ€ndig spannst, spĂŒrt dein Hund permanent Druck – das stresst.
👉 Trainiere LeinenfĂŒhrigkeit in ruhiger Umgebung mit positiver VerstĂ€rkung.

4. Smartphone statt Aufmerksamkeit

Viele Halter scrollen am Handy, wĂ€hrend der Hund „sein Ding macht“. So verpasst du wichtige Signale – oder Gefahren.
👉 Sei prĂ€sent: Dein Hund merkt, ob du bei ihm bist.

5. Gleiches Ziel, gleiche Route

Routine ist gut, aber Langeweile tötet Neugier.
👉 Tipp: Variiere Wege, UntergrĂŒnde und Umgebungen – das hĂ€lt Geist und Nase fit.

6. Kein Raum fĂŒr Kommunikation

Hunde wollen interagieren – mit dir, mit Artgenossen, mit der Umwelt.
👉 Erlaube soziale Kontakte, aber wĂ€hle Begegnungen gezielt und ruhig aus.

7. Fehlende Ruhephasen

Nicht jeder Spaziergang muss ein Abenteuer sein. Überforderung fĂŒhrt zu Unruhe.
👉 Achte auf Balance: Bewegung, SchnĂŒffeln, kurze Pausen – ein gesunder Mix.


đŸ§© Tobias & Nala – Kommunikation statt Kontrolle

Tobias Richter hatte das Gegenteil von Anna: Seine HĂŒndin Nala zog stĂ€ndig in alle Richtungen.

„Ich habe sie immer korrigiert. Irgendwann mied sie Blickkontakt.“

Erst als Tobias lernte, ihre Körpersprache zu lesen und Pausen einzubauen, Ànderte sich alles.

„Jetzt lĂ€uft sie locker neben mir. Ich sage kaum noch was – wir gehen einfach gemeinsam.“


🩮 5 goldene Regeln fĂŒr entspannte SpaziergĂ€nge

  1. Ruhiger Start: Kein hektisches „Los jetzt!“. Erst, wenn dein Hund ruhig ist, geht’s los.
  2. SchnĂŒffel-Zeit einbauen: Lass ihn an BĂ€umen, Laternen und Wegen „lesen“, was los ist.
  3. Körpersprache beachten: Ziehen, Zögern oder Abwenden sind Kommunikation.
  4. Vertraue auf Rituale: Gleiche Kommandos und ruhige Gesten geben Sicherheit.
  5. Ende mit Ruhe: Zuhause ankommen sollte immer mit Entspannung enden – kein sofortiges FĂŒttern oder Spielen.

📋 Praxis-Checkliste: Gassi gehen richtig gemacht

  1. Plane pro Tag mindestens 1–2 lĂ€ngere SpaziergĂ€nge (30–60 Minuten).
  2. Variiere Strecke, Tempo und Untergrund.
  3. Lass deinen Hund ausreichend schnĂŒffeln – das ist sein „Zeitungslesen“.
  4. Halte Pausen ein, wenn dein Hund mĂŒde oder ĂŒberfordert ist.
  5. Nutze eine bequeme, gut sitzende Leine und kein Zuggeschirr.
  6. Nimm Leckerli oder Spielzeug als Belohnung mit.
  7. Sei prĂ€sent – kein Handy, kein Stress.

đŸ§© FAQ-Block

Wie lange sollte ein Spaziergang dauern?
Je nach Rasse, Alter und Wetter 30 bis 90 Minuten – besser mehrere kleine Runden als eine große.

Wie oft sollte man mit dem Hund Gassi gehen?
Mindestens 3-mal tĂ€glich, inklusive einer lĂ€ngeren Runde mit Bewegung und SchnĂŒffelzeit.

Soll ich meinen Hund an jeder Laterne schnĂŒffeln lassen?
Nicht an jeder – aber regelmĂ€ĂŸig. SchnĂŒffeln ist wichtig fĂŒr mentale Auslastung.

Was tun, wenn mein Hund an der Leine zieht?
LeinenfĂŒhrigkeit ĂŒben – kurze Trainingseinheiten, ruhige Stimme, Belohnung bei lockerem Gehen.

Kann ich beim Gassi gehen trainieren?
Ja, kleine Signale (Sitz, Warten, RĂŒckruf) stĂ€rken Bindung und Aufmerksamkeit.


💬 Fazit: Gassi gehen ist Beziehungspflege

Gassi gehen ist mehr als Pflicht – es ist Kommunikation, Vertrauen und gemeinsame Zeit.
Wenn du Tempo rausnimmst, auf deinen Hund achtest und ihn wirklich „sein lĂ€sst“, wird jeder Spaziergang zum kleinen Abenteuer.

đŸŸ 3 Schritte fĂŒr deinen Alltag

  1. Achte auf Abwechslung – neue Wege, neue GerĂŒche.
  2. Lass SchnĂŒffeln zu – das ist mentale Auslastung.
  3. Sei prĂ€sent – dein Hund merkt, wenn du bei ihm bist.

💭 Frage an dich:
Wie sieht euer perfekter Spaziergang aus? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren!


📚 Quellen & Hinweise

  • VDH e. V. – Verband fĂŒr das Deutsche Hundewesen
  • Deutscher Tierschutzbund: Bewegung & Auslastung beim Hund
  • SKG Schweiz: Empfehlungen fĂŒr SpaziergĂ€nge und LeinenfĂŒhrung
  • TierĂ€rzteverband Österreich (ÖTK): Gesunde Bewegung im Alltag

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